Über Hochheim

Lage des Ortes

 

Hochheim (früher auch Hocheym und Hoheim) hat auf seinem weinumrankten Hügel am rechten Ufer des Mains, etwa 35 m über diesem und 123,75 m über dem Meeresspiegel, eine Lage, wie sie sich schöner kaum denken läßt. Klare Witterung vorausgesetzt, ist der Umblick von hier ein großartiger. Im Norden wird er von dem Taunus mit der Platte, dem Feldberge, Altkönig etc. begrenzt; nach Ost und Südost reicht der Blick über Frankfurt hinaus bis zu dem am Fuße des Odenwalds liegende Darmstadt; weiter südlich reiht sich die Bergstraße an, im Hintergrund von dem Melibocus überragt; fern im Süden erblickt man Oppenheim mit der Katharinenkirche und die Landskrone; südlich schlängelt sich der Rhein gleich einem Silberbande durch die Pfälzer Höhen, durch deren Einsenkung die Spitze des Donnersberges deutlich hervortritt und eilt nach Aufnahme des Mains dem Rheingau zu, das man westwärts bis zu den an den Rhein herantretenden Ausläufern der Taunus unbeschränkt übersieht. Denke man sich nun in der Landschaft dieses weiten Rahmens am Fuße des Taunus, am Main und Rhein eine Unzahl kleinerer und größerer Ortschaften mit ihren glitzernden Kirchenkuppeln und sonstigen hervorstehenden Punkten verstreut liegen, so wird man sich eine Vorstellung von der Lieblichkeit des Bildes zu machen vermögen, das sich dem Beschauer von hier aus entrollt.

Dies ist die Einleitung auf Seite 1 der sogenannten Walch Chronik von 1887.

Das Buch heißt:

Geschichte der Stadt Hochheim a. Main.

Auf Anregung des Herrn Bernard Walch zu Hochheim

verfaßt von Th. Schüler.

1887

 

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