Die Hochheimer Stadtführer

2026: 20 Jahre Hochheimer Stadtführer

Vom Jubiläumsprojekt zu einer erfolgreichen touristischen Dauereinrichtung

Wenn man eine Gruppe von Menschen am Plan vor der Madonna oder vor einem alten Fachwerkhaus in der Hochheimer Altstadt sieht, die gebannt einer Person lauschen, handelt es sich meist um Gäste der Hochheimer Stadtführer. Diese Führungen sind längst kein reines Sommerphänomen mehr, sondern werden mittlerweile das ganze Jahr über gebucht und sind aus Hochheim nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr feiern die Hochheimer Stadtführer ihr 20-jähriges Bestehen als organisierte Interessengemeinschaft.

Der Ursprung dieser professionellen Stadtführungen liegt im Jahr 2004, als Hochheim sein 1250-jähriges Stadtjubiläum feierte. Dieses Jubiläum basierte auf der Ersterwähnung der Stadt um das Jahr 754, anlässlich des Leichenzugs des heiligen Bonifatius von Mainz nach Fulda. Während der Feierlichkeiten wurden zahlreiche Stadtführungen angeboten, die von Mitgliedern verschiedener Vereine gestaltet wurden. Schnell wurde jedoch klar, dass dieses ehrenamtliche und lose organisierte System nicht ausreichte, um den zukünftigen Bedarf an Stadtführungen professionell und verlässlich abzudecken.

Die Stadtführer wurden umfangreich geschult 

Bis dahin hatten vor allem ältere Bürger, die über fundierte Kenntnisse der Stadtgeschichte verfügten, die Führungen übernommen. Besonders in Erinnerung bleiben die Heimatforscher Jochen Dittmann und Franz Luschberger, die mit ihrem Wissen viele Gäste begeisterten. Sie konnten diese Aufgabe aber nicht alleine und auf Dauer wahrnehmen, was gerade während des Jubiläums mit seiner hohen Nachfrage nach Stadtführungen deutlich wurde.

Der damalige Stadtverordnete Friedhelm Henne reagierte darauf und initiierte in Zusammenarbeit mit dem Volksbildungswerk Hochheim und der Stadtverwaltung Anfang 2005 Seminare zur Ausbildung von Stadtführern, die er selbst und zusammen mit Franz Luschberger leitete. Nach Abschluss der Seminare äußerten die Teilnehmer den Wunsch, sich in einer lockeren Arbeitsgemeinschaft zu organisieren, um den Erfahrungsaustausch zu fördern, eine systematische Weiterbildung zu gewährleisten und den Kontakt zur Stadtverwaltung und deren Tourismusabteilung zu pflegen. Die Stadtführer eigenen sich aber auch durch Selbststudium sehr viel Detailwissen aus Publikationen, wie dem Buch Geschichte der Stadt Hochheim (Walch/Schüler 1887), sowie den  vielen Heften der Arbeitsgemeinschaft Alt-Hochheim.

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Infos und Kontakte gibt es rund um die Uhr online

Am 15. Februar 2006 gründeten die frisch ausgebildeten Stadtführer die Interessengemeinschaft Hochheimer Stadtführer und gaben sich eine Satzung, die bis heute gilt. Seitdem werden jährlich bis zu 1500 Gäste durch Hochheim begleitet. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, organisierten die erfahrenen Stadtführer Luise Münster, Ute Fischer und Wolfgang Gottwald im Jahr 2013 die Ausbildung neuer Kolleginnen und Kollegen. Die neuen Mitglieder brachten viele frische Ideen mit, darunter auch die Entwicklung einer eigenen Website, auf der aktuelle und regelmäßige Führungsangebote präsentiert werden. Interessenten können online eine unverbindliche Anfrage stellen, sie werden dann kurzfristig von einem Stadtführer zurückgerufen, um den Termin und weitere Details zu vereinbaren. (www.hochheimer-stadtfuehrer.de). 

Die Stadtführer bieten Führungen für Gruppen von bis zu 20 Gästen an, die vorher gebucht werden. Es kommen die unterschiedlichsten Gäste zu den Stadtführern: Firmen, die in Hochheim ein geschäftliches Treffen haben oder einen Betriebsausflug, Reisegruppen  aus nah und fern, einmal sogar  aus Dallas in Texas. Vereine, Geburtstage und Jahresklassen oder einfach Freundeskreise, die einen unterhaltsamen Nachmittag in Hochheim verbringen möchten.

In der Hochheimer Altstadt mit den vielen liebevoll gestalteten Fachwerkhäusern lassen die Stadtführer die Geschichte der Stadt lebendig werden. Es kommen auch besondere Themen dran, wie die jüdische Geschichte Hochheims, die vielen historischen Gasthäuser und unzählige Geschichten, die in manchen Straßenzügen quasi jedes einzelne Haus erzählt. Am beliebtesten ist die Führung, die einen bunten Querschnitt durch Altstadt und die Kirche St. Peter&Paul bietet und einen informativen Spaziergang durch die Weinberge unterhalb des Altstadtpanoramas einschließt.    

Offene Führungen ohne Anmeldung in den Sommermonaten

In den Sommermonaten kann man sich an vielen Sonntagen einfach einem Rundgang zu speziellen Schwerpunkten anschließen, die das vielfältige historische und kulturelle Erbe der Stadt lebendig vermitteln. Diese offenen Stadtführungen werden in der Hochheimer Zeitung angekündigt und auf der Website der Stadtführer.

Heute stehen insgesamt 14 Stadtführerinnen und Stadtführer zur Verfügung, die den Gästen Hochheims qualifizierte Führungen anbieten – zu Fuß oder sogar per Fahrrad. In monatlichen Sitzungen werden organisatorische Fragen geklärt und Weiterbildungen zur Geschichte Hochheims durchgeführt. So hat sich die Interessengemeinschaft in den letzten 20 Jahren zu einer festen und professionellen Institution entwickelt, die das kulturelle Leben der Stadt bereichert und Gästen aus nah und fern einen unterhaltsamen Zugang zur Geschichte Hochheims ermöglicht.

10jähriges Jubiläum wurde am 27.2.2016 gefeiert

Vor zehn Jahren gründeten rund 20 frisch ausgebildete Hochheimer Stadtführer eine Interessengemeinschaft, die sich laut ihrer Satzung besonders um die Organisation und um die Durchführung von Stadtführungen kümmern soll. Zuvor wurde der Bedarf an Stadtführungen von älteren Bürgern übernommen, die ihre fundierten Kenntnissen an die Gäste weitergaben. Unvergessen sind etwa die beiden Heimatforscher Jochen Dittmann und Franz Luschberger.

Mit dem Erreichen der Altersgrenze konnten diese Stadtführer die Führungen nicht mehr übernehmen und hinterließen eine spürbare Lücke. Bei der 1250-Jahr-Feier und der damit verbundenen großen Nachfrage nach Stadtführungen war das besonders stark zu spüren.

Durch Initiative des damaligen Stadtverordneten Friedhelm Henne wurde im Jahr 2005 in Zusammenarbeit mit dem Volksbildungswerk Hochheim ein Kurs „Stadtführer“ ausgeschrieben, der auch von Henne geleitet wurde.

Die Resonanz war so gut, dass zwei Teilkurse eingerichtet werden mussten. Verschiedene Referenten gaben ihr Wissen an die künftigen Stadtführer weiter, so auch Franz Luschberger. Nach Beendigung des Seminars gründete sich im Frühjahr 2006 die Interessengemeinschaft und gab sich unter der Regie von Karl-Heinz Diels eine bis heute gültige Satzung. Sprecher der IG war in dieser Anfangszeit Gernot Prayon.

Die Zusammenarbeit mit der Abteilung Touristik innerhalb der Stadtverwaltung war von Anfang an gut, die Gäste-Nachfragen wurden an die IG weitergeleitet, die die Führungen dann in eigener Regie organisierten. Bis zu 1500 Gäste wurden so pro Jahr durch Hochheim begleitet. Im Oktober 2013 bildeten die Stadtführer Luise Münster, Ute Fischer und Wolfgang Gottwald in Eigenregie neue Mitglieder aus, die am 15.3.2014 ihr Zertifikat bekamen. Die “Neuen” brachten viele interessante Ideen mit. Besonders erwähnt sei hier die Freischaltung der übersichtlichen Homepage, die von Neumitglied Achim Munck eingerichtet wurde.
Nach einer von Thorsten Dienst lebendig und fachkundig vorgetragenen Weinprobe feierten die Stadtführer ausgiebig das zehnjährige Bestehen. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Führungen ausgeschrieben, darunter auch neue Führungslinien zu Fuß und per Fahrrad. Immer mehr Hochheimer und Auswärtige nutzen auch die Möglichkeit, Geschenkgutscheine für Privatführungen zu erwerben und zu verschenken.

Zuwachs 2013/2014

Am 15.3.2014 wurden vierzehn neue Stadtführer zertifiziert. Durch Umzug, Krankheit o. ä. hatte sich leider die Zahl der autorisierten Stadtführer reduziert, so dass zur Befriedigung der regen Nachfrage nach Stadtführungen dringend neue, qualifizierte Stadtführer gesucht wurden. Die IG Stadtführer Hochheim führte Ende 2013 eine zweite Ausbildungsstaffel durch, die sie in eigener Regie gestaltete, überwiegend mit eigenen Referenten.Das Bild zeigt die neuen Kolleginnen und Kollegen nach Erhalt der Zertifikate.

Es stehen heute insgesamt 29 Stadtführer und Stadtführerinnen zur Verfügung, um unseren Gästen qualifizierte themenfreie und themengebundene Führungen in Hochheim am Main anzubieten. In monatlichen Sitzungen werden organisatorische Fragen geklärt und Weiterbildungsmaßnahmen rund um Hochheims Geschichte durchgeführt.

Die Anfänge 2004/2005

Im Jahr 2004 feierte Hochheim das 1250. Stadtjubiläum nach der Ersterwähnung um 754 anlässlich des Leichenzugs des heiligen Bonifatius von Mainz nach Fulda. Im Verlauf der Feierlichkeiten wurden Stadtführungenangeboten die von Mitgliedern verschiedenster Vereine gestaltet wurden. Es stellte sich aber schnell heraus, dass eine professionelle Versorgung zukünftiger Gäste mit Stadtführungen mit diesem System nicht zu erreichen ist.

Der damalige Stadtverordnete Friedhelm Henne initiierte in Zusammenarbeit mit dem Volksbildungswerk Hochheim und der Stadtverwaltung Hochheim Anfang 2005 zwei Seminare zur Ausbildung zum Stadtführer Hochheim, die er auch leitete. Nach Beendigung der beiden Seminare äußerten die Teilnehmer der beiden Seminare den Wunsch, sich in einer lockeren Arbeitsgemeinschaftzu organisieren, um einen regen Erfahrungsaustausch und eine systematische Weiterbildung zu gewährleisten. Auch der Kontakt zur Stadtverwaltung und deren Tourismusabteilung sollte gepflegt werden.

Am 15. Februar 2006 wurde die IG Stadtführer Hochheim im „Klosterhof“gegründet und eine Satzung verabschiedet. Bis zu 1500 Gäste führen die Stadtführer und Stadtführerinnen pro Jahr durch unser schönes Hochheim. Das Bild zeigt einen großen Teil der damaligen Hochheimer Stadtführer.